13 jährige Islandstute

hat Hufrehe und wird demnächst eingeschläfert, weil nichts hilft.

Leider haben wir keine Fotos gemacht. Aber das Röntgenbild, das einen Tag nach der letzten Hufbearbeitung gemacht wurde, offenbart das Problem.

Die Trachte ist sehr hoch und das Pferd hat schon einen Knollhuf.

Beim ersten Termin war der Huf vorne links total kalt. Das Pferd war lahm, stand in Schuhen, wollte nicht laufen.

Der Hufbearbeiter hat das Pferd über 10 Jahre gemacht. War immer nach 10 min fertig. Sohlenseitig hat er nichts gemacht. Nur außenrum ein bisschen. Erklärt hat er nichts, fragen durfte man auch nichts.

Das Pferd hatte immer Probleme im Winter, und der kalte Huf lies mich sofort an ein Durchblutungsproblem glauben.

Mit dem Kürzen der Trachten auf Streßpunkt +5mm wurde der Huf sofort warm.

Das Video entstand am Tag nach der ersten Hufbearbeitung.

Die Islandstute, die nicht zu dick ist, ging ganz normal mit ihren Freunden auf die Weide.

Jetzt, nach knapp 1 Jahr in 1-3 wöchigen Abständen, hat das Pferd eine nahezu normale Hufform.

Ich habe nach und nach gefühlt 20 doppelte Sohlen heraus geholt, die unfassbar in diesem Huf komprimiert waren.

Im Winter bekam sie Wärmegamaschen und bei strengem Frost auch Schuhe.

Zusätzlich Gingko.

Damit ist sie gut über den Winter gekommen.

Barhuf im großen Sport?

Das geht doch gar nicht, oder?

Dieses Video zeigt „Calle“ beim Stechen neulich in einem S-Springen. Er kam am Ende auf den 3. Platz!

Aber das war nicht seine einzige Platzierung!

Bei ihm habe ich nur am Anfang die Hufe gemacht, da war er 3jährig.

Danach hat seine Besitzerin die Hufbearbeitung selber übernommen und ich habe gelegentlich die Ehre, das zu kontrollieren. Ansonsten supporte ich sie nur bei Fragen!

Hufknorpelverknöcherung

Das auffallendste an der (ich glaube damals 5jährigen) Stute waren die vielen Achsknickungen an allen Beinen und die negativ palmaren Winkel an allen Hufen (verursacht durch die langen Zehen) . Vor mir wurde sie von einer Huforthopädin bearbeitet.

Im Verlauf eines Jahres sieht man, dass die negativ palmaren Winkel deutlich besser werden. Die Stute ist trotzdem immer mal wieder lahm vorne rechts. Eine Ursachenforschung durch den TA führte zur Diagnose Hufrollensyndrom. Er riet (natürlich) zu Beschlag, was die Besitzerin aber ablehnte. Daraufhin empfahl er Schuhe, um die Sohle vom Boden fernzuhalten. Der Zusammenhang dieser Maßnahme zur angenommenen Krankheit erschließt sich mir nicht. In einem weiteren Termin hat er dann das Hufgelenk angespritzt. Auch da erschließt sich mir die Logik ebenfalls nicht.

Was beim Tierarzt allerdings keine Beachtung fand, war die altersgemäß untypische Hufknorpelverknöcherung, die ich (Achtung, Meinung!) in Zusammenhang mit den damaligen Achsknickungen und einem daraus resultierenden frühzeitigen Gelenkverschleiß bringe. Das passt dann auch zur HKV in dem frühen Lebensalter, denn nicht ausbalancierte Hufe haben einfach eine höhere Belastung.

Sobald ich die Röntgenbilder finde, werde ich sie mit einstellen.

23 jährige Trakehnerstute

Bei dieser 23 jährigen Stute habe ich die Eisen abgenommen. Die Hufe waren in einem stark verbesserungswürdigen Zustand.

Auffällig bei dieser Stute ist ein hoher Krankenstand, immer wieder Rückenproblematik, Koliken, Magengeschichten, die häufig behandelt werden und dann die Hufe wieder schlechter werden lassen.

Nichts desto trotz wurden die Hufe langfristig besser und heute kommt die Stute weitgehend ohne Schuhe zurecht.

Auch hier werde ich nochmal neue Bilder machen beim nächsten Mal!

Pilz und Co.

Diese französische Stute (Alter gerade unbekannt) konnte ohne Schuhe gar nicht laufen. Auffällig war eine wirklich richtig schlechte Hornqualität.

In allen Hufen war Pilz in der Wand, die Außenwände waren von der Sohlenseite zerfressen, mit hohlen Wänden, offenen Strahlfurchen, verbogenen Wänden.

Außerdem hat das Pferd auch PSSM2/MIM, was zu Anfang nicht bekannt war.

Hier werde ich demnächst noch einmal Bilder machen, denn mittlerweile ist das Pferd das Hufmodel!

22jähriger Araber

Diese Bilder habe ich hereingenommen, weil man hier schön sehen kann, dass Dinge wie „hochgestauchte Kronränder“ auch ohne irgendwelche Schweben verschwinden, wenn man nur die Hufe auch von unten bearbeitet.

Das kommt zusehens aus der Mode, viele Bearbeiter machen sohlenseitig gar nichts sondern flexen nur noch von außen ein bisschen rum.

Hier ist das besonders gut vorne rechts zu sehen, wie sich nach der Bearbeitung der Kronrand entspannt. Dank der Flecken auf der Aussenwand kann man sehen, dass in der Höhe nichts verändert wurde.

Spanier

Hier kam ich dazu, als die Eisen schon ab waren. Das Pferd war lahm, nach der Bearbeitung der Vorbearbeiterin.

Kurze Zeit nach dem Beschlag wurden die Eisen wieder abgenommen und auch bearbeitet. Das war ein bisschen viel auf einmal.

Das Pferd wurde notfallmäßig mit Easyboot Cloud versorgt.

Die Bilder mit Beschlag bekam ich erst später zu sehen, dann war klar, der besonders lahme vorne rechte war vorher ein Highhuf, von dem aber nach Bearbeitung nichts mehr zu sehen war.

Hier wurde kontinuierlich an der Verbesserung der Hufform gearbeitet, die Strahlfurchen tamponiert.

Mittlerweile hat die Besitzerin auch Hufbearbeitung gelernt!

noch ein Hufwunder

Ein Wunder dass dieses Pferd, ein 21jähriger Quarter/Württemberger Mix, mit seinen Hufen überhaupt laufen konnte. Die Besitzerin hatte ihn neu übernommen und wollte die Eisen abnehmen.

Die Bilder zeigen die Hufe direkt nach Eisenabnahme (anschliessend keine Bearbeitung) und nach der Erst-Bearbeitung nach 2 Wochen.

Das Pferd hatte sich die Hufe in der Zwischenzeit fast schon selber schön gelaufen. Natürlich ist da noch Luft nach oben.

Die Besitzerin bearbeitet ihre anderen Pferde selber und so konnte sie auch bei ihm selber weitermachen.

Er kommt barhuf sehr gut zurecht.

die Eseldame Lotti

Zu Lotti wurde ich gerufen, weil der Schmied der Besitzerin erklärte, dass bei diesem Huf ein Hufbeindurchbruch kurz bevor stünde, und das Tier eingeschläfert werden müsse, wenn da jetzt kein Bekleb draufkäme.

Lotti hat vorne rechts einen Bockhuf, wie man in den ganz linken Bildern sehen kann. Hier ist es ein bisschen schwierig zu sehen, welche Bilder was zeigen. Linke Spalte ist ein vorher – nachher, mittlere Spalte eine Woche später, rechte Spalte knapp 3 Monate nach der Erstbearbeitung. Oberer Reihe Bilder von vorne, mittlere Reihe von der Seite.

Auffallend war, dass die komplette Außenwand unter den Huf verbogen war.

Der Hufbeindurchbruch entpuppte sich als Steingalle.

Lotti lebt heute natürlich noch, kann gut laufen, hat aber (eseltypisch) immer wieder mal Probleme mit Pilz.

7 jährige Quarter Horse Stute

Bei dieser 7jährigen Quarterstute hatte der Schmied keine Ideen mehr und versuchte mithilfe von Kunsthorn die Eisen zu befestigen.

Die Stute hatte zum Zeitpunkt der Eisenabnahme eine sehr starke bodeneng/zeheneng Stellung an den Vorderbeinen, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verbessert hat.

Als wir die Eisen abgemacht haben, hat die Besitzerin die Hufe noch zusätzlich die ersten drei Tage vorne mit Watte und selbstklebender Bandage versorgt, bis es geeignete Schuhe gab.

In der Umstellungsphase wurden Equine Fusion Jogging Shoe getragen, mittlerweile kommt sie barhuf zurecht und trägt nur beim ausreiten Schuhe.

pro-huf-eifel.de
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